Was ist Rinsing? Ein lukratives Geschäft oder eine gefährliche Abwärtsspirale?

Der nächste Klick und das nächste Lifestyle-Magazin definiert Rinsing als Versand von Selfies und Videos attraktiver Frauen an fremde Männer, die im Gegenzug Designertaschen und Luxusartikel kaufen würden. Auch hier tauscht Rinsing als Trend und Phänomen auf als ob es was neues wäre, dass Frauen sich nackig machen und Geld dafür kriegen.

Auch hier wäre die digitale Community erschüttert, denn Rinsing sei nichts anderes als digitale Prostitution für die ältere, wohlhabende Männer hohe Summen bezahlen würden. Danach folgt das Beispiel einer Frau namens Alicia, die mit Rinsing 20.000 bis 30.000 Euro im Monat verdienen würde.

Soweit die Werbung für Rinsing, denn wer würde schon nein sagen, so viel Kohle zu machen, wenn man angeblich nur ein paar Bildchen versenden müsse.

Gefährliches Rinsing, böses Rinsing, Abwärtsspirale

Nach dem Werbeteil geht es weiter mit den bekannten Erklärungen, dass Rinsing Prostitution sei, weil Frauen hier ihren Körper verkaufen würden. Es sei quasi die Einstiegsdroge, die dafür sorgt, dass man früher oder später erkenne, dass man mit echten Treffen noch deutlich mehr Kohle machen könne. Männer würden nämlich Frauen mit noch mehr Geld ködern, sie unter Druck setzen oder sogar damit drohen sie auffliegen zu lassen beim unmoralischen Geschäft mit den Nacktbildchen. Und außerdem könne man seine Arbeit verlieren, wenn der Arbeitgeber herausbekäme, was man da so treibt.

Auch dieser Text ist seowirksam, sonst hätte ich ihn nicht als zweites gelesen, und schlußendlich auch nur eine Verarschung und gute Werbung dafür sich als junge Frau dem Bildverkauf hinzugeben, denn wer wollte nicht 20.000 bis 30.000 Euro im Monat verdienen, zumal wenn man angeblich nur ein paar Nacktbildchen dafür verkaufen muss.

Die meisten Prostituierten übrigens träumen von solchen Zahlen, die natürlich für die meisten Frauen völliger Humbug sind, denn nur die allerbesten bzw. jene im Highclass-Segment erreichen solche Umsätze im Monat.

Bei all dem Müll im Netz kommt mir immer wieder der Gedanke, dass man Frauen als ständig gefährdet und genau genommen auch behindert und nicht selbstständig denkend in geschützten Reservaten unterbringen sollte, damit ihnen auch ja nichts geschieht und sie glücklich und unberührt ihr Leben leben können.

Natürlich war das sarkastisch gemeint, denn eigentlich müsste man viel eher die Männer dieser Welt beschützen, denn die tägliche Morgenlatte und der ständige Druck den eigenen Samen loszuwerden, sorgt dafür, dass sie zu Opfern werden, die quasi gezwungen und nicht Herr ihrer selbst, unglaublich viel Geld, Zeit und Nerven investieren müssen, um sich ständig wieder und wieder den Kopf frei zu machen.