In einem angeblicher Selbstversuch wird eine Rinsing-App getestet

Auf einer schweizer Webseite finde ich den nächsten Text zum Thema Rinsing. Dort wollen zwei Frauen eine App ausprobiert haben. Sie erwähnen nebenbei, dass Rinsing aus England stamme und Frauen hierbei Selfies gegen Geldbeträge oder Geschenke verkaufen. Zwei Engländerinnen sollen in einem Jahr 117.000 Franken verdient haben.

Langer Text und kurzer Sinn: Man will mit einer heruntergeladenen App in zwei Wochen 70 Franken verdient haben, was genauso Unfug ist wie das Geschwätz über unglaublichen Reichtum. Aber vielleicht waren die Damen auch einfach zu prüde, zu blöde oder nur wenige Minuten aktiv.

Reich wird man mit Rinsing also ziemlich sicher nicht, und auch das Gefühl, sich gerade als «Wichsvorlage» verkauft zu haben – egal, ob angezogen oder halb nackt – bleibt. Und damit der für mich unangenehme Geschmack einer Art digitaler Prostitution.

Wer mit Bildern und Videos Geld im Netz verdienen will, kann mit entsprechendem Engagement sicherlich einige hundert bis einige tausend Euro pro Monat verdienen. Optimalerweise ganz ohne App, die einem einen Großteil der Kohle abzieht und kein bisschen sicher ist wie es der Text suggerieren will, denn natürlich kann man jedes Bild auf einem Telefon mit einem zweiten Telefon abfotografieren.